Debüt-Roman "Marianengraben"

Eingestiegen auf Platz 13 der SPIEGEL Bestseller-Liste!

"Jasmin Schreiber erzählt so menschlich, so nah, so unmittelbar von Tod, von Angst, von Verlust, von Liebe, von Unsicherheit, von Unglück und Einsamkeit, dass am Ende, nachdem die letzte Zeile ausgelesen war, ich nur eines wollte: leben. Dieses Buch ist ein Geschenk." – Igor Levit

Paula braucht nicht viel zum Leben: ihre Wohnung, ein bisschen Geld für Essen und ihren kleinen Bruder Tim, den sie mehr liebt als alles auf der Welt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der sie in eine tiefe Depression stürzt. Erst die Begegnung mit Helmut, einem schrulligen alten Herrn, erweckt wieder Lebenswillen in ihr. Und schließlich begibt Paula sich zusammen mit Helmut auf eine abenteuerliche Reise, die sie beide zu sich selbst zurückbringt - auf die eine oder andere Weise.

Presse (Auswahl)

"Marianengraben" (Eichborn) von Jasmin Schreiber, bei dem es um den Tod eines geliebten Menschen, des kleinen Bruders Tim der Protagonistin Paula, und den Umgang damit geht, beginnt auf Platz 13 in den Charts.

Boersenblatt

 

"Dann blitzt in all der Dunkelheit des Trauerns ein Lachen hervor. Es darf wehtun. Aber am Ende der Lektüre stehen schöne Gefühle: Hoffnung, Freude, Geborgenheit."

Die Presse

 

"Jasmin Schreibers Debüt, vom Verlag ab 16 Jahren empfohlen, kommt ohne Feuilletonkritik aus, ohne Zeitschriftartikel, ohne klassisches Marketing. (...) Ein Buch, wohlgemerkt, das von einer Debütautorin geschrieben wurde. Auf einen neuen Roman wartende Fans vermutete man noch vor zehn Jahren bei Stephen King oder Margaret Atwood."

Deutschlandfunk 

 

"Ein Wohnmobil, ein alter Mann, ein Hund und eine Urne auf dem Weg in die Alpen – das perfekte Setting für ein Roadmovie."

Deutschlandfunk Nova

 

"Obwohl Jasmins Buch ein trauriges Grundrauschen hat, ist es sehr lustig."

jetzt.de


"Helmut ist ab sofort (neben der Queen) mein Rolemodel fürs Altsein. Ich liebe seine nonchalante Renitenz – und wie zärtlich unsentimental wir ihn hier kennenlernen dürfen." — Anja Rützel, Journalistin & Autorin


Rezensionen (Auswahl)

"Herrlich witzig, herrlich traurig. Ein absurdes Roadmovie, oder einfach: ein wunderschönes Buch. Eines von jenen Büchern, das Du beginnst, und nicht mehr aus der Hand legst, und wenn du fertig bist ist es 3:08 Uhr." 

Robert Misik, Journalist und Schriftsteller 

 

„Ein kleines Wunder! Jasmin Schreibers Debütroman MARIANENGRABEN ist ein unglaublich komisches Roadmovie über Umgang mit Trauer, Sterben und Tod, Depression und Schuld. In kristallklarer Sprache. Darunter schlägt ein liebendes Herz voller Hoffnung.“

Eduard Habsburg

 

„Wie kann jemand so grandios über Verlust und Trauer schreiben! Diese Sätze und Wortbilder haben ein ungeheure Wucht. Mich hat diese Geschichte von der ersten Zeile Weg in ihren Bann gezogen. Eigentlich wollte ich anfangs mir diese wunderbaren Sätze anstreichen - aussichtlos, denn dann wäre das ganze Buch untermalt. Ich kann nur sagen - Hochachtung vor dieser Autorin.“

Martina Kraus, RavensBuch Friedrichshafen

 

 

„Ich habe es in einem Rutsch gelesen und bin begeistert.

Mitreißende Erzählung, glaubwürdig und sehr witzig. Ich habe mitgelitten, aber die Spannung und die unfreiwillige Komik (ich überlege, ob ich mir ein Huhn anschaffe) fand ich richtig gut erzählt.“

Hella Terjung, Buchhandlung Baudach Köln


"Wenn ich irgendjemandem zugetraut hätte, einen wunderschönen Roman übers Sterben zu schreiben, dann Jasmin Schreiber." – Ralph Ruthe, Cartoonist & Filmemacher

"Melancholie, pure tiefe Trauer und springende Heiterkeit, die sich durch lautes Auflachen bemerkbar macht (lesen Sie dieses Buch nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln) sind die Zustände, in die mich Jasmin Schreibers Buch gebracht hat. Ich wurde in die Tiefe gezogen und konnte dabei atmen." – Eva Milner, Frontsängerin von HUNDREDS


 

"Kann man als junge Frau mit einem fremden alten weißen Mann, dem Tod und einem Huhn einen Roadtrip in die Berge machen? Paula kann. Und kann man als Leserin dann noch etwas über Meeresbiologie lernen, und das aus einem Roman der so schön ist, dass es in den Ohren rauscht? Ja! Denn Jasmin Schreibers Marianengraben ist so tief, da ist Platz für all das und noch viel mehr!" 

Mariella Tripke, Comedy-Autorin und Satirikerin

 

"Wir sprechen heutzutage offen über intimste Themen, nur für das Sterben haben wir noch immer keine Worte gefunden. Jasmin Schreiber schon. Bei ihr wird über den Tod geweint, gewütet und sogar gelacht. Tröstlicher als jeder Gottesdienst." 

Jenna Behrends, Politikerin

 

"Ernsthaft und gleichzeitig humorvoll mit den Themen Tod und Depression umzugehen, ist @LaVieVagabonde ganz hervorragend gelungen. Ein berührendes und unterhaltsames Buch."

Ann-Kathrin Büüsker, Redakteurin bei Deutschlandfunk

 

Es ist schon sehr egoistisch von den Toten, einfach zu gehen und uns mit allem zurückzulassen. Wer schon einmal jemanden gehen lassen musste, der weiß, wie kompliziert die Gefühlslagen zwischen Erinnerung, Vermissen und Weiterwursteln sind. Wie wir Lebenden damit klarkommen, wie wir hilflos sind und versuchen, uns gegen den Tod zu verbünden, darüber hat Jasmin Schreiber einen manchmal traurigen und manchmal auch sehr lustigen, aber immer berührend ehrlichen Roman geschrieben. 

Andrea Diener, Redakteurin FAZ Reiseblatt 


Interview mit Jasmin Schreiber zu ihrem Roman „Marianengraben“

In Deinem Roman geht es um Paula, die durch den Tod ihres kleinen Bruders in eine tiefe Krise gerät. Trotz des traurigen Themas ist Dir ein wunderbar leichter und komischer Roman mit großartigen Dialogen gelungen. Wie bist Du ans Schreiben des Romans herangegangen?

 

An meinem Schreibprozess sind sehr viele Dinge sehr seltsam. Zum Beispiel habe ich die erste Version auf einer „Gabriele 100 DS“-Schreibmaschine geschrieben, um die innere Lektorin zu bändigen und voranzukommen, statt mich ewig in Details zu verheddern. Das war sozusagen Notwehr gegen mein ADHS, da es die Ablenkungen minimiert. Diese Version habe ich dann meinem Notebook vorgelesen und ein Sprachprogramm hat es in Text transkribiert, sodass ich es am Rechner in vielen Versionen überarbeiten konnte – eine Woche vor Abgabe habe ich noch einmal fast 150 Seiten gelöscht und neu geschrieben, es war absurd. Die Dialoge jedoch habe ich von Anfang an direkt eingesprochen, weil ich so große Angst davor hatte, dass sie irgendwie steif klingen könnten.

 

Wie kamst Du auf die Idee, Deinen Roman „Marianengraben“ zu nennen?

 

Ich habe vor Jahren mal einen häufig geteilten Blogtext darüber geschrieben, wie es ist, aus dem Marianengraben aufzutauchen, aus fast 12 km Tiefe. Dieses Bild fasziniert mich seit jeher, wie die Tiefsee an sich. Ich lebe selbst mit Depression und wenn sie wieder eine akute Phase hat, habe ich immer den Marianengraben vor Augen. In diesen Phasen lese ich wieder viel über das Thema und erinnere mich daran, dass ich da unten nicht allein bin. Dass dort viele Lebewesen herumschwirren, nicht alle freundlich gesinnt, aber eben auch nicht alle feindlich. Und dass ich schwimmen muss.

 

Auch Paulas kleiner Bruder Tim liebt die Tiefsee und führt eine Liste seiner Lieblingsmeerestiere. Welche Tiere da unten sind für Dich die spannendsten?

 

Definitiv die Oktopoden, also Kraken. Diese Tiere faszinieren mich seit Jahrzehnten. Sie sind unglaublich intelligent und vielfältig, jeder Arm hat zum Beispiel eine Art eigenes „Gehirn“, das ihn steuert. Die Tentakeln können Licht und Geschmack wahrnehmen und sich derart geschickt bewegen, dass Ingenieure sich seit Jahren die Zähne daran ausbeißen, diese Bewegungen mit Robotern nachzuahmen. Sie wissen, dass wir eine andere Spezies sind als sie, können einzelne Menschen voneinander unterscheiden und diese auch mögen oder verabscheuen. Sie haben individuelle Persönlichkeiten, sind sehr gut in Problemlösungsstrategien und ausgesprochen elegante Jäger. Manche Arten leuchten im Dunkeln, sie können die Farbe und Struktur ihrer Umgebung in Sekunden so effektiv nachahmen, dass sie wirklich wie vom Meeresboden verschluckt sind. Ich könnte hier jetzt noch ewig so weitermachen.

 

Gab es eine konkrete Inspiration für Paulas schrulligen Reisegefährten Helmut und ihren irrwitzigen Abenteuertrip?

 

Helmut entstand, als ich in Berlin über Umwege einen netten alten Mann kennengelernt habe. Wir waren ein paar Mal Kaffee trinken, weil er nicht mehr so viel raus kam. Einmal sagte er: „Wenn Sie ein Buch schreiben, schreiben Sie mich rein!“ Dieser Mann ist mittlerweile verstorben und Helmut und er haben nichts gemeinsam bis auf ein ganz kleines Detail, das ich nicht verraten werde. In meinem Kopf jedoch sieht Helmut aus wie dieser alte Mann. Und die Strecke durch die Alpen bin ich selbst im letzten Jahr gefahren. Ich muss gestehen: Ich selbst mag eigentlich gar keine Roadtrip-Literatur. Vielleicht ist das ein guter Ausgangspunkt, um über einen Roadtrip zu schreiben.

 

Das Interview erschien zuerst bei Bastei Lübbe